Zehn Tipps, die keiner braucht
Frei nach unserer alten Festschrift von 1962 - mit einem Augenzwinkern ins Heute.
Die Probe beginnt. Oder so.
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Komm, wenn's dir passt.
20 Uhr ist bestimmt nur ein Vorschlag. Wenn du später kommst, gehört der erste Soloauftritt dir.
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2.
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Meckern zählt als Mitarbeit.
Zu schnell, zu langsam, zu schwierig - irgendwas ist immer. Aber bloß keine Lösung vorschlagen: Am Ende darfs du noch mithelfen"
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3.
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Lass die anderen zuhören.
Der Chorleiter erklärt etwas? Zeit für s Handy! Frag danach einfach: "Wo fangen wir an?"
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Nach der Probe ist vor dem Aufräumen.
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4.
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Sei bei Gehen der Schnellste.
Instrument einpacken und weg! Die Notenständer schaffen das schon allein - sie haben schließlich drei Beine.
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5.
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Pflege den Klang, nicht das Instrument.
Das Ventil klemmt? Der Zug streikt? Dein Instrument entwickelt eben Persönlichkeit.
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6.
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Gib deinen Noten Charakter.
Kaffeeflecken und Eselsohren machen jedes Blatt zum Unikat. Nur die "Rückgängig"-Taste fehlt leider.
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7.
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Mach die Besetzung zur Überraschung.
In der App für die nächste Probe oder den Auftriff zu- oder absagen? Bloß nicht! So bleibt bis zum ersten Ton spannend, wer dabei ist - und ob alle Stimmen besetzt sind.
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Beim Auftritt wird's schon passen.
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Die anderen spielen einfach lauter.
Beim Auftritt fehlen ein paar Leute? Kein Problem: Weniger Besetzung bedeutet mehr Platz für jeden!
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9.
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Nachwuchs bringt nur Unruhe.
Jemand möchte mitspielen? Bloß nicht erzählen, wie viel Spaß wir haben. Sonst wird unser Chor noch größer und bunter.
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10.
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Du kannst deinen Part doch schon.
Die letzte Probe kannst du dir sparen. Wo die anderen langsamer werden oder Luft holen, erfährst du beim Auftritt.
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Gemeinsam klingt's besser.
Wer diese Tipps möglich wenig befolgt, macht schon viel richtig.
Die Zusammensetzung unseres Chores verändert sich immer wieder. Umso schöner, wenn wir einander im Blick behalten und alle spüren: Ich gehöre dazu, werde gebraucht und kann mich auf die anderen verlassen.
Falls du dich bei einem Punkt wiedererkannt hast: Ich auch.


